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Zollers in the USA
Erster Notstand 2012
Sunday, 22 January 2012 15:44

Blitznachrichten

2012 soll ja das Jahr der Katastrophen sein. Da kann Washington natuerlich nicht lange auf sein erstes Chaos fuer 2012 warten lassen.

Der Eis und Schneesturm hatte sich lange angekuendigt. Eiskalte Arktik Luft aus Canada stroemte von Norden aus nach Washington und eine Regenfront kam aus dem Sued Westen vom Atlantik. Beides hatte sich ueber Oregon und Washington State vermischt unnd das Ergebnis waren heftige Schneefaelle. Alleine die Androhung hatte schon zu Panik und Chaos gesorgt und als dann wirklich alles eingeschneit wurde ging mal wieder gar nichts. Am Dienstag und Mittwoch letzter Woche bin ich zu Hause geblieben und habe von dort gearbeitet. Ins Buero ist eh keiner gefahren weil die Nebenstrassen nicht geraeumt waren und alle angst hatten mit Ihren Autos die Huegel herunter zu rutschen. Wer keinen Allrad hatte ist schoen brav zu Hause geblieben. Ich haette zwar fahren koennen, aber wenn sowieso niemand im Office ist und alle Termie abgesagt und verschoben wurden warum sollte ich mir da einen abbrechen.

Am Mittwoch Nachmittag sind die Temparaturen dann aber wieder soweit gestiegen dass alles anfing zu schmelzen. Der Schnee wurde zu nieselregen und alles wurde furchtbar nass und schwer. Das waere ja alles klasse gewesen wenn da nicht gegen Abend eine weitere Kaltfront unter eine zweite Regenfront gerutscht waere. Der Effekt war ein staendiger Nieseligerregen der aus grosser Hoehe durch die kalte Luft hindurch musste und am Boden angekommen sofort gefrohren ist. So bildete sich auf den cm dicken nassen Schneemassen auf Baeumen, Leitungen, Strassen, Autos und Haeusern eine weitere cm dicke Eisschicht.

Das Ergebnis kuendigte sich am Donnerstag morgen gegen 8 Uhr mit einem Stromausfall an. Ich ware gerade am ueberlegen ob ich es wagen sollte bei Eis und Schnee dann doch ins Buero zu fahren. Als dann der Strom weg war blieb mir ja nichts anderes uebrig. In Bellevue gab es keine Stromprobleme und auch Seattle war kaum betroffen. Anfangs dachten wir noch dass es sicher schnell wieder repariert wuerde. Im Buero angekommen konnte ich dann aber in den Nachrichten die Ausmasse des ganzen absehen. ~1/2 Millionen Menschen ohne Strom. Reparatur Teams ueberall aber durch die aktuelle Wettersituation konnten nicht an den Leitungen gearbeitet werden ohne Verletzungen der Arbeiter zu riskieren. Hier in North Bend sind wir ja relative weit weg vom Zentrum der Staedte und haben weniger Einwohner. Also stehen wir auf der Liste der zu reparierenden Nachbarschaften nicht unbedingt hoch auf der Liste. Man rechnete mit bis zu drei Tagen ohne Strom. Im Buero war natuerlich kaum jemand und so hab ich mit einigen Wenigen die Stellung gehalten bis es am Abend zu allem Ueberfluss dann auch noch wieder anfing zu schneien.

Gegen 6 bin ich dann erst einmal wieder von Bellevue nach North Bend gefahren um zu schauen wie es Elli und den Kids zu Hause ergangen ist. Die hatten mittlerweile alles im Griff. Das Wohnzimmer "versiegelt" und den Kamin befeuert war es der einzig warme Raum im Haus. Kerzen ueberall und Elli hatte angefangen auf dem BBBQ Gas Grill zu kochen. Unser Gefrierschrank fing ja langsam an aufzutauen und wir mussten schauen was zuerst weg musste. Die Kids hatten dann Decken, Schlafsaecke und Matten ins Wohnzimmer gelegt und sich auf Indoror Camping eingerichtet. Fuer eine Nacht hatten wir uns also erst einmal vorbereitet um zu schauen wie es am naechsten Morgen aussehen wuerde.

Die Nacht war ganz schoen kalt. Irgendwann war ich so tief eingeschlafen dass ich kein Holz mehr nachgelegt hatte und so war das Feuer ausgegangen. Etwas warmes wasser hatten wir noch aber komfortabel war es nicht mehr. Die Frage war, sollen wir in den Wohnwagen umziehen oder ins Hotel. Und gehe ich am Freitag arbeiten oder nicht. Der Wohnwagen ist im Prinzip ideal. Ein relative kleiner Raum ist einfach warm zu halten. Isoliert ist er auch genug. Die Heizung und Kuehlschrank sind Gas betrieben und Wasser mssten wir ja nicht nutzen, das hatten wir ja im Haus. Das einzige Problem waren die Batterien. Nicht voll aufgeladen koennen die die Heizungsluefter und Lichter nicht fuer ewig lang betreiben. Besonders wenn es kalt ist sind die sehr instabil. Das Risiko war, dass sie mitten in der Nacht schlapp machen und wir dann um so schlechter dran waren. Und 3 Tage wuerden die nie durchhalten ohne nachladen.

Also haben wir kurzerhand alles eingepackt, sind nach Bellevue gefahren und waerend ich im Buero ein paar stunden gearbeitet hatte sind Elli und die Kids shoppen gewesen. Ich hab uns dann zwei Naechte im Westin gebucht, einem schoenen 4 Sterne Hotel in Downtown Bellevue mit Pool und grossem Zimmer usw. und so haben wir die letzten 2 Naechte dann in Bellevue verbracht. Ein unverhoffter Kurzurlaub den wir mit leckerem Fruehstueck und guten Restaurants gut genutzt haben. Zwischendurch sind wir noch mal eben nach North Bend gefahren um die Katzen und Fische zu fuettern. Da hatte sich aber bis Samstag Mittag nichts veraendert.

Erst Sonntag Mittag nach einem ausgiebigen Brunch im Pancake Corall sind wir wieder zurueck gefahren und siehe da, das Haus hatte wieder Strom und die Heizung war schon einige Stunden am laufen und alles war schoen warm. Adventure I -Wild West USA 2012 complete.

 
July 2011
Sunday, 08 January 2012 14:41

Sommerferien 2011

ich kann es kaum glauben dass ich es immer noch nicht geschafft habe mehr ueber 2011 zu schreiben. Kaum dass ich endlich unseren Yellow Stone Trip fertig beschrieben und mit Karten versehen habe ist das Jahr auch schon rum gewesen. Sogar in meinen 3 Wochen Weihnachtsurlaub habe ich keine Zeit und Lust gehabt mehr zu schreiben Ich habe es wirkloch geschafft mein MacBook fuer 3 Wochen kaum anzuruehren. Rueckblickend habe ich das wohl wirklich gebraucht um mal Abstand zu nehmen und mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Bevor ich aber nun ueber 2012 schreibe will ich doch wenigstens einen Eintrag pro Monat fuer 2011 nachreichen

July 2011: Mittendrin in den Sommerferien

Nachdem wir wieder zurueck waren haben wir noch ein paar Tage mit Kwio ud Luca rund um Seattle verbracht. Wir sind ein paar Runden mit den Motorraedern gefahren, haben Seattle unsicher gemacht, am 4ten July gab es ein grosses Feuerwerk bei unseren Nachbarn und beide haben noch den ein oder anderen Shopping Trip unternommen um die Koffer richtig voll zu bekommen. Ich musste ab dem 7.7. schon wieder arbeiten, aber das war ja nicht schlimm, da sich Kwio ja nach 3 Besuchen bestens hier auskennt. Luca und Kean haben sich super verstanden und auch einen ganzen Tag lang zusammen abgehangen. Letztlich hiess es dann wieder mal Abschied nehmen aber wir sind sicher dass wir die beiden auf jeden Fall wieder kommen werden.

Nach ein paar wenigen Tagen ruhe, aufraeumen und die Vorraete im Haus wieder auffuellen kamen dann auch schon unsere naechsten Besucher. Hiltrud und Hildtrud (Ellis Cousine und meine Mama) waren auf dem Weg und sollten fuer ueber 3 Wochen bleiben bis Anfang August. Grossartige Abenteuer haben wir mit den beiden natuerlich nicht geplant, aber einiges wollten wir ja doch zusammen erleben.

Elli und die Kids sind zusammen mit den beiden auf das Lavender Festival gefahren. Ein langer Trip auf die Olmpic Peninsula der sich wohl gelohnt hat. Die Bilder sahen jedenfalls beeindruckend aus und alle hatten Spass. An einem anderen Tag sind die 5 nach Tacoma aufgebrochen um das Glasmuseum zu besuchen. Vivien hat eigene Glasperlen herstellen duerfen und die Ausstellung ist wohl interessant aber im ganzen zu klein. Man ist in weniger als einer Stunde durch und hat nicht das Gefuehl irgend etwas uebersehen zu haben.

Vivien war noch fuer eine Woche in Ihrem Ferienlager in den Cascades in dem sie auch letzte Jahr schon war. Dort gab es wieder schwimmen, reiten, klettern und sonstige Outdoor Adventures. Lagerfeuer, Geschichten, Singen, Freunde machen, Dienste uebernehmen und neue Dinge lernen. Das Wetter hat mitgespielt und so kam sie nach einer Woche gut gelaunt aber muede zurueck.

Den groessten Trip haben wir in Richtung East Washington geplant. Das Wetter fuer das Wochenende war nicht so berauschend angesagt. Kuehle 14 Grad Celsius und Regenschauer. Nirgend wo an der Kueste schien es schoener zu sein und auch am Mt. Rainier war es kalt und regnerisch. Also hab ich uns kurzfristig einene Campground in Sunlakes StatePark gebucht. Samstag bis Montag (Montag hab ich mir frei genommen) war ja nicht so super lang. Fahrzeit ueber den Pass und das Hochplateau bei Ellensburg waren ungefaehtr 3 Stunden. Dort angekommen begruessten uns warme 30 Grad Celsius und ein heisser Wind. Der Campground war etwas vollgestopft und eng fuer unsere Verhaeltnisse und es gab wenig Baeume und Gras. Aber so ist das eben in Eastern Washington. Die Plaetze waren alle komplett ausgebucht und es war sehr laut und ungemuetlich. Ganz anders als wir das von anderen Ste Parks gewohnt waren. Auf dem Campground haben wir uns mit Mini Golf und Tretbotfahren beschaeftigt und natuerlich mit Grillen und trinken und quatschen bis spaet in die Nacht.

An einem Tag sind wir etwas weiter nach Osten zum Grand Coulee Dam gefahren. Der Damm staut eine unglaubluch grosse Menge des Columbia Rivers auf ohne den die Bewaesserung der gesamten Obst Anbaugebietes in East Washington gar nicht denkbar waere. Ueber 300 Meilen lange Bewaesserungskanuele werden von dem angestauten Waser bedient. Der Strom der hier in 3 Turbinen erzeugt wird ist genug um ganz Seattle zu versorgen. Ein historisches Bauwerk dass in der Zeit der grossen Depression vor dem 2. Weltkrieg viele Arbeiter nach Washington gelockt hat. Solche Projekte haben damals die Wirtschaft angekurbelt und Arbeitsplaetze geschaft, genau wie die Interstate Routes und die grossen Bruecken Projekte in der Zeit. Heute wird so etwas wohl kaum noch genehmigt weil es zuviele Umweltprobleme geben wuerde und zu teuer ist.

Auf dem Rueckweg sind wir an den DryFalls vorbeigekommen. Die Dry Falls sind riesige steile klippen in Hufeisen Form ueber die in der Eiszeit riesige Mengen Wasser in die Tiefe gestuerzt sind. Viele Male groesser als die Niagra Falls. Die Kraft des Wassers hat das bruechige Lavagestein so kange bearbeitet dass ueber Millionen Jahre die Wasserfaelle ueber 9 Meilen weit Fluss aufwaerts gewandert sind und ein Tal geschaffen hat dass dem Grand Canyon nicht unaehnlich ist. Das Sediment Gestien dass dabei den Fluss herunter gespuelt wurde bildet heute die Basis fuer das bekannte Weinanbau Gebiet um Walla Walla und Yakima. Innerhalb des 10-15 Meilen langen Tals gibt es 10 aufeinander folgende kleine und grosse Seen die den Sun Lakes State Park bilden.

Die Idee erst am Montag zurueck zu fahren war gut denn so sind wir dem Sonntag Nachmittag Stau ueber den Snoqualmie Pass entgangen. 2 Naechte im Camper mit 6 Leuten waren zwar eigentlich kein Problem aber fuer meine Mama war das glabe ich dann doch nicht mehr so ganz das richtige. Sicher Campen ist sie gewohnt von frueher und mit Kuehlschrank, Gas Herd, Strom und fliessend Wasser ist das eigentlich auch zig mal besser als mit einem Zelt. Aber gut geschlafen hat sie nicht. Fabienne und Mama hatten sich das Grosse Bett geteilt und Mama ist doch tatsaechlich aus dem Bett gefallen etwas dass ich fuer unmoeglich gehalten haette. Es war also gut dass wir nur 2 Naechte geplant hatten.

 
Yellowstone Trip Map
Sunday, 04 December 2011 12:39

Yellowstone Trip Maps


View Yellowstone Trip in a larger map
 
Fotos Sommer 2011
Wednesday, 05 October 2011 10:40

Neue Fotos vom Sommer 2011 posted

Link: http://dzoller.co.cc/bilder/category/34-summer2011

 
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