Sommerferien 2011
ich kann es kaum glauben dass ich es immer noch nicht geschafft habe mehr ueber 2011 zu schreiben. Kaum dass ich endlich unseren Yellow Stone Trip fertig beschrieben und mit Karten versehen habe ist das Jahr auch schon rum gewesen. Sogar in meinen 3 Wochen Weihnachtsurlaub habe ich keine Zeit und Lust gehabt mehr zu schreiben Ich habe es wirkloch geschafft mein MacBook fuer 3 Wochen kaum anzuruehren. Rueckblickend habe ich das wohl wirklich gebraucht um mal Abstand zu nehmen und mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Bevor ich aber nun ueber 2012 schreibe will ich doch wenigstens einen Eintrag pro Monat fuer 2011 nachreichen
July 2011: Mittendrin in den Sommerferien
Nachdem wir wieder zurueck waren haben wir noch ein paar Tage mit Kwio ud Luca rund um Seattle verbracht. Wir sind ein paar Runden mit den Motorraedern gefahren, haben Seattle unsicher gemacht, am 4ten July gab es ein grosses Feuerwerk bei unseren Nachbarn und beide haben noch den ein oder anderen Shopping Trip unternommen um die Koffer richtig voll zu bekommen. Ich musste ab dem 7.7. schon wieder arbeiten, aber das war ja nicht schlimm, da sich Kwio ja nach 3 Besuchen bestens hier auskennt. Luca und Kean haben sich super verstanden und auch einen ganzen Tag lang zusammen abgehangen. Letztlich hiess es dann wieder mal Abschied nehmen aber wir sind sicher dass wir die beiden auf jeden Fall wieder kommen werden.
Nach ein paar wenigen Tagen ruhe, aufraeumen und die Vorraete im Haus wieder auffuellen kamen dann auch schon unsere naechsten Besucher. Hiltrud und Hildtrud (Ellis Cousine und meine Mama) waren auf dem Weg und sollten fuer ueber 3 Wochen bleiben bis Anfang August. Grossartige Abenteuer haben wir mit den beiden natuerlich nicht geplant, aber einiges wollten wir ja doch zusammen erleben.
Elli und die Kids sind zusammen mit den beiden auf das Lavender Festival gefahren. Ein langer Trip auf die Olmpic Peninsula der sich wohl gelohnt hat. Die Bilder sahen jedenfalls beeindruckend aus und alle hatten Spass. An einem anderen Tag sind die 5 nach Tacoma aufgebrochen um das Glasmuseum zu besuchen. Vivien hat eigene Glasperlen herstellen duerfen und die Ausstellung ist wohl interessant aber im ganzen zu klein. Man ist in weniger als einer Stunde durch und hat nicht das Gefuehl irgend etwas uebersehen zu haben.
Vivien war noch fuer eine Woche in Ihrem Ferienlager in den Cascades in dem sie auch letzte Jahr schon war. Dort gab es wieder schwimmen, reiten, klettern und sonstige Outdoor Adventures. Lagerfeuer, Geschichten, Singen, Freunde machen, Dienste uebernehmen und neue Dinge lernen. Das Wetter hat mitgespielt und so kam sie nach einer Woche gut gelaunt aber muede zurueck.
Den groessten Trip haben wir in Richtung East Washington geplant. Das Wetter fuer das Wochenende war nicht so berauschend angesagt. Kuehle 14 Grad Celsius und Regenschauer. Nirgend wo an der Kueste schien es schoener zu sein und auch am Mt. Rainier war es kalt und regnerisch. Also hab ich uns kurzfristig einene Campground in Sunlakes StatePark gebucht. Samstag bis Montag (Montag hab ich mir frei genommen) war ja nicht so super lang. Fahrzeit ueber den Pass und das Hochplateau bei Ellensburg waren ungefaehtr 3 Stunden. Dort angekommen begruessten uns warme 30 Grad Celsius und ein heisser Wind. Der Campground war etwas vollgestopft und eng fuer unsere Verhaeltnisse und es gab wenig Baeume und Gras. Aber so ist das eben in Eastern Washington. Die Plaetze waren alle komplett ausgebucht und es war sehr laut und ungemuetlich. Ganz anders als wir das von anderen Ste Parks gewohnt waren. Auf dem Campground haben wir uns mit Mini Golf und Tretbotfahren beschaeftigt und natuerlich mit Grillen und trinken und quatschen bis spaet in die Nacht.
An einem Tag sind wir etwas weiter nach Osten zum Grand Coulee Dam gefahren. Der Damm staut eine unglaubluch grosse Menge des Columbia Rivers auf ohne den die Bewaesserung der gesamten Obst Anbaugebietes in East Washington gar nicht denkbar waere. Ueber 300 Meilen lange Bewaesserungskanuele werden von dem angestauten Waser bedient. Der Strom der hier in 3 Turbinen erzeugt wird ist genug um ganz Seattle zu versorgen. Ein historisches Bauwerk dass in der Zeit der grossen Depression vor dem 2. Weltkrieg viele Arbeiter nach Washington gelockt hat. Solche Projekte haben damals die Wirtschaft angekurbelt und Arbeitsplaetze geschaft, genau wie die Interstate Routes und die grossen Bruecken Projekte in der Zeit. Heute wird so etwas wohl kaum noch genehmigt weil es zuviele Umweltprobleme geben wuerde und zu teuer ist.
Auf dem Rueckweg sind wir an den DryFalls vorbeigekommen. Die Dry Falls sind riesige steile klippen in Hufeisen Form ueber die in der Eiszeit riesige Mengen Wasser in die Tiefe gestuerzt sind. Viele Male groesser als die Niagra Falls. Die Kraft des Wassers hat das bruechige Lavagestein so kange bearbeitet dass ueber Millionen Jahre die Wasserfaelle ueber 9 Meilen weit Fluss aufwaerts gewandert sind und ein Tal geschaffen hat dass dem Grand Canyon nicht unaehnlich ist. Das Sediment Gestien dass dabei den Fluss herunter gespuelt wurde bildet heute die Basis fuer das bekannte Weinanbau Gebiet um Walla Walla und Yakima. Innerhalb des 10-15 Meilen langen Tals gibt es 10 aufeinander folgende kleine und grosse Seen die den Sun Lakes State Park bilden.
Die Idee erst am Montag zurueck zu fahren war gut denn so sind wir dem Sonntag Nachmittag Stau ueber den Snoqualmie Pass entgangen. 2 Naechte im Camper mit 6 Leuten waren zwar eigentlich kein Problem aber fuer meine Mama war das glabe ich dann doch nicht mehr so ganz das richtige. Sicher Campen ist sie gewohnt von frueher und mit Kuehlschrank, Gas Herd, Strom und fliessend Wasser ist das eigentlich auch zig mal besser als mit einem Zelt. Aber gut geschlafen hat sie nicht. Fabienne und Mama hatten sich das Grosse Bett geteilt und Mama ist doch tatsaechlich aus dem Bett gefallen etwas dass ich fuer unmoeglich gehalten haette. Es war also gut dass wir nur 2 Naechte geplant hatten. |